Ad99999 11 048a

Aus Interlinking_Pictura
Ad99999 11 048afre
Wechseln zu: Navigation, Suche



 Mehrere neu aufgefundene Bären

Ad99999 11 048a.jpg

Beschreibungstext

Tafelüberschrift: Saeugethiere. CXIX. Mammiferes. CXIX.


Fig. 1. Der Bär aus den Chilesischen Anden. (Ursus ornatus.)
Diess ist der erste in Südamerica entdeckte Bär. Sein Haar ist glatt und schwarzglänzend, die Schnauze schmutzig braungelb, zwei Halbkreise über den Augen und einige Stellen unter den Wangenknochen sind braungelb; die Backen, Unterkiefer, Hals und Brust bis zwischen die Vorderfüsse weiss; an den Seiten des Halses schmutzig graue Haare von grösserer Länge. Der Flaum oder das feinere Haar ist ganz braun. Die Schnurrhaare der Lippen sind schwarz, unter den Augen weiss. Die Schnauze ist kurz, die Nasenwurzel eingedrückt. Die Länge des Thiers beträgt 3 1/2 Fuss, die Höhe an der Schultergegend etwa 15 Zoll.
Fig. 2. Der Malaiische Bär. (Ursus Malayanus.)
Er ist der kleinste der Indischen Bären, hat einen runden Kopf, breite Stirn, eine kürzere Schnauze als der vorige. Das Haar ist kurz, glänzend, und liegt dicht an. Ueber den Augen sieht man einen braungelben Fleck, der im Alter verschwindet. Die Schnauze ist röthlich, auf der Brust ein röthlicher etwas herzförmiger Fleck. Diese Art ist zwar selten, aber dennoch weit verbreitet. Die kleinsten kommen aus Peru, die grössten aus Sumatra, wo sie den Cocosbäumen grossen Schaden thun, auf welche sie klettern und die Spitzen abfressen, um die Milch zu trinken. Er lässt sich leicht zähmen.
Fig. 3. Der Tibetanische Bär. (Ursus Tibetanus.)
Ein Bär, welcher in Silhet und Nepaul entdeckt worden ist. Er ist so ziemlich wie die übrigen gestaltet, hat aber einen dicken Hals; Stirn und Schnauze liegen in einer geraden Linie. Der Pelz ist, mit Ausnahme der Halsgegend und des Kopfs, glatt. Die Farbe ist schwarz. Unterlippe und Brustfleck weiss, letzterer Y-förmig, sich gegen die Schultern und zwischen die Beine bis an die Mitte des Bauchs erstreckend. Die Lippe fleischfarbig; die Schnauze mit röthlichem Schein. Die Klauen sind klein.
Fig. 4. Der Sibirische Bär. (Ursus collaris).
Er hat ein krauses Haar. Die Farbe ist hellgelbbraun, die Beine schwarz, auf den Schultern ein weisser Fleck oder Streif, welcher schmäler werdend bis zu den Beinen herabgeht. Der Vorderkopf ist mehr glatt und braun. Die Abbildung ist nach mehrern lebenden Exemplaren gemacht, welche aus Sibirien nach Paris gebracht worden sind.


Metadaten

ID Tafel: b0050411berl
Tafelüberschrift: Saeugethiere. CXIX. Mammiferes. CXIX.
Sprache: ger, fre
Heft: 210
http://www.bbf.dipf.de/cgi-opac/bil.pl?t direct=x&f IDN=b0050411berl
TafelgehörtzuExemplar: Bertuch-Bilderbuch für Kinder enthaltend eine angenehme Sammlung von Thieren, Pflanzen, Blumen, Früchten, Mineralien, Trachten 1824 11/q0000343berl
Klassifikation von Bertuch: Säugethiere. CXIX.
Abmessung: koloriert
weitere Abbildungsversionen: Ad99998 11 048a