Band 1 Tafel 19 Abbildung 3: Unterschied zwischen den Versionen

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== [[Klassifikation: Säugetiere | Vierf. Thiere V. B. I. No. 19.]] ==
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== Einordnung Bertuch: ==  
=== [[Band_1_Tafel_19 | REISSENDE THIERE.]] ===
 
  
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* Klassifikation: [[Klassifikation: Säugetiere | Vierf. Thiere V. B. I. No. 19.]]
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* Abbildung_gehört_zur_Tafel:  [[Band_1_Tafel_19 | REISSENDE THIERE.]]
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* [[Band_1_Tafel_19_Abbildung_4 | Nächste Figur]]
  
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==== [[Band_1_Tafel_19_Abbildung_3 |  No. 3. Der Tiger. (Felis tigris.)]] ====
 
==== [[Band_1_Tafel_19_Abbildung_3 |  No. 3. Der Tiger. (Felis tigris.)]] ====
Der Tiger ist eben so gross und oft noch grösser als der Löwe, eben so stark, durchaus blutgierig, und schlechterdings nicht zu bändigen. Seine Farbe ist lichtbraun mit vielen schwarzen Queerstriemen; am Halse, Bartmähne, Bauche und Schwanze aber weisslich gefleckt. Man nennt zwar gewöhnlich aber sehr falsch, Tiger, mehrere dergleichen reissende Thiere die einen gefleckten Pelz haben; welches aber nur von dem Leopard, Panther, der Unze u. s. w. gilt; denn der wahre Tiger ist nicht rund gefleckt, sondern striemig. Er wohnt in Asien, sonderlich in Bengalen, Persien, Indien und China, in Wäldern und Gebüschen, wo er im Hinterhalte auf seinen Raub lauert, den er mit nur wenigen aber unglaublich weiten und schnellen Sprüngen anfällt, und wenn er ihn damit verfehlt, gehen lässt. Er ist so kühn und unerschrocken in seinem Raube, dass er oft Menschen aus einem Nachen mitten im Flusse geraubt und davon getragen hat.
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Der Tiger ist eben so gross und oft noch grösser als der [[Löwe]], eben so stark, durchaus blutgierig, und schlechterdings nicht zu bändigen. Seine Farbe ist lichtbraun mit vielen schwarzen Queerstriemen; am Halse, Bartmähne, Bauche und Schwanze aber weisslich gefleckt. Man nennt zwar gewöhnlich aber sehr falsch, Tiger, mehrere dergleichen reissende Thiere die einen gefleckten Pelz haben; welches aber nur von dem Leopard, Panther, der Unze u. s. w. gilt; denn der wahre Tiger ist nicht rund gefleckt, sondern striemig. Er wohnt in [[Asien]], sonderlich in [[Bengalen]], [[Persien]], [[Indien]] und [[China]], in Wäldern und Gebüschen, wo er im Hinterhalte auf seinen Raub lauert, den er mit nur wenigen aber unglaublich weiten und schnellen Sprüngen anfällt, und wenn er ihn damit verfehlt, gehen lässt. Er ist so kühn und unerschrocken in seinem Raube, dass er oft Menschen aus einem Nachen mitten im Flusse geraubt und davon getragen hat.ref>{{Internetquelle |url=http://opac.bbf.dipf.de/cgi-opac/biltext.pl?id=b0051999berl | abruf=2019-06-07}}</ref></blockquote>
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== Vergleiche ==
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* Klügel, Georg Simon; Forster, Johann Reinhold: Abbildungen merkwürdiger Thiere, nebst einer Beschreibung ihrer ... , 1792
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** [https://digital.staatsbibliothek-berlin.de/werkansicht?PPN=PPN1012241254&PHYSID=PHYS_0087&DMDID=DMDLOG_0001 Abbildung]
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** [https://digital.staatsbibliothek-berlin.de/werkansicht?PPN=PPN1012241254&PHYSID=PHYS_0075&DMDID=DMDLOG_0001 Beschreibung]
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* [https://digital.staatsbibliothek-berlin.de/werkansicht?PPN=PPN766161358&PHYSID=PHYS_0303&DMDID=DMDLOG_0001 Ausführlicher Text zu Bertuchs Bilderbuche für Kinder ..., 1798, Band 1, S. 291ff.]
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* [https://www.wikidata.org/wiki/Q19939  Wikidata]
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[[Kategorie: Band 1]]
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[[Category: Tafel 19]]
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[[Category: Abbildung 1]]
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[[Category: Heft 4]]
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[[Category: Säugetiere]]
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[[Category: Raubtiere]]
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[[Skizze: Löwe]]

Version vom 14. Juni 2019, 12:38 Uhr

1790
1801
1801

Einordnung Bertuch:


No. 3. Der Tiger. (Felis tigris.)

Der Tiger ist eben so gross und oft noch grösser als der Löwe, eben so stark, durchaus blutgierig, und schlechterdings nicht zu bändigen. Seine Farbe ist lichtbraun mit vielen schwarzen Queerstriemen; am Halse, Bartmähne, Bauche und Schwanze aber weisslich gefleckt. Man nennt zwar gewöhnlich aber sehr falsch, Tiger, mehrere dergleichen reissende Thiere die einen gefleckten Pelz haben; welches aber nur von dem Leopard, Panther, der Unze u. s. w. gilt; denn der wahre Tiger ist nicht rund gefleckt, sondern striemig. Er wohnt in Asien, sonderlich in Bengalen, Persien, Indien und China, in Wäldern und Gebüschen, wo er im Hinterhalte auf seinen Raub lauert, den er mit nur wenigen aber unglaublich weiten und schnellen Sprüngen anfällt, und wenn er ihn damit verfehlt, gehen lässt. Er ist so kühn und unerschrocken in seinem Raube, dass er oft Menschen aus einem Nachen mitten im Flusse geraubt und davon getragen hat.ref>Vorlage:Internetquelle</ref>


Vergleiche

  • Klügel, Georg Simon; Forster, Johann Reinhold: Abbildungen merkwürdiger Thiere, nebst einer Beschreibung ihrer ... , 1792