Ad00341 02 019e

Aus Interlinking_Pictura
Ad00341 02 019eWikidatalink
Wechseln zu: Navigation, Suche



Das See-Pferdchen

Beschreibungstext


No. 1. Der Einhorn-Fisch. (Balistes Monoceros.)
Der Einkorn-Fisch ist ein Bewohner der Chinesischen und Brasilianischen Gewässer. Er ist ohngefähr 8 bis 10 Zoll lang, auf beyden Seiten zusammengedrückt und so dünn, dass seine beyden Seiten oben und unten in eine Schneide auslaufen. Auf dem Kopfe, gerade über den Augen, hat er ein Horn. Er sieht grau und braun marmorirt aus, und hat gelbe Flossen. Er nährt sich von See-Würmern; sein Fleisch ist aber nicht essbar.
No. 2. Der Messer-Fisch. (Centriscus scutatus.)
Dieser Fisch lebt im Ostindischen Meere, ist nicht über 6 bis 8 Zoll lang, und macht wegen seinen harten und glatten Schaalen, die ihm fast das Ansehn eines zusammengelegten Taschenmessers geben, das Mittel zwischen Fischen und Muscheln. Er nimmt seine Nahrung, die in einer fetten Erde und Fischlaich besteht, bloss durch Einsaugen zu sich. Fleisch hat er fast gar nicht, und ist darum auch nicht essbar. Seine Schaale hat über und über einen sehr schönen Goldglanz, als wenn sie mit Goldlack überzogen wäre, welches ihm ein überaus schönes Ansehn giebt.
No. 3. Der See-Drache. (Pegasus Draconis.)
Dieser wunderbare Fisch wird nicht über 6 Zoll lang, lebt in dem Ostindischen Meere, und nährt sich von der Brut andrer Fische. Seine knochigte blaulicht grüne Schaale, seine grossen Brustflossen, welche 2 Flügel vorstellen, und überhaupt seine sonderbare, widerwärtige Gestalt haben Anlass zu seinem Nahmen gegeben.
No. 4. Das See-Pferdchen. (Syngnathus Hippocampus.)
Das See-Pferdchen, dessen wunderbare Gestalt fast wie ein gedörrter Fisch aussieht, lebt vorzüglich im mittelländischen Meere, wird 8 bis 12 Zoll gross, und nährt sich von Wasser-Insecten. Es hat eine braune, knorpliche und mit vielen Höckern und Ecken versehene Schaale. Die Alten, welche diesen Fisch schon unter dem Nahmen Hippocampus kannten, hielten ihn für ein wirksames Arzneymittel wider verschiedene Krankheiten; aber allem Ansehen nach ist diess Thierchen weder nützlich noch schädlich, und nur seine sonderbare Gestalt und auffallende Bildung daran Schuld, dass man ihm solche auszeichnende Eigenschaften beylegte.
No. 5. Die Aalmutter. (Blennius viviparus.)
Dieser Fisch, welcher viel Aehnliches vom Aale hat, ist ein Bewohner der Nord- und Ost-See, und besonders desswegen wunderbar, weil er bey seiner Fortpflanzung von dem gewöhnlichen Wege der Natur abgeht, und nicht Laich oder Eyer von sich giebt, sondern gleich lebendige Fischgen gebiert; darum er auch die Aal-Mutter heisst. Er wird 15 bis 18 Zoll lang, und sieht grünlich braun aus. Er nährt sich im Meeresgrunde von Krebsbrut. Sein Fleisch ist weiss, fest, wird aber wenig geachtet, und nur von gemeinen Leuten gegessen.


Metadaten

Abbildungstitel: Das See-Pferdchen
Tafeltitel: Wunderbare Fische
Abbildung gehoertzu Tafel: Ad00341 02 019a
Bildinschrift: 4.
Band: 2
Heft: 24
Bildeigenschaften: Kupferstich, schwarze Druckfarbe, koloriert, 54 x 118 mm
http://www.bbf.dipf.de/cgi-opac/bil.pl?t direct=x&f IDN=b0002858berl
Schlagwörter: Fische, Syngnathus Hippocampus, Seepferdchen, Zoologie, Tierart
BBF ID: b0002858berl
weitere Abbildungsversionen: Ad07761 02 018e, Ad99998 02 018e, Ad99999 02 018e