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 Merkwürdige Insecten

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Beschreibungstext

Tafelüberschrift: Insecten. LXXXV. Insectes. LXXXV.


Diese Cicade ist am Vorderleibe schwarz und gelb gefleckt, der Hinterleib hat gelbe Ringel mit rothem Rande. Die Flügeldecken sind mit zwei Reihen schwärzlicher Puncte besetzt. Sie hat einen rauhen Ton, den sie in gleichen Zwischenräumen von sich giebt. Man findet sie vorzüglich im südlichen Frankreich und Italien.
Fig. 2. Der weissliche Flat. (Flatus albus.)
Dieser Flat zeichnet sich vor andern seines Geschlechts durch einen breiteren Kopf aus. Die Flügeldecken sind gewöhnlich sehr breit, und dehnen sich bald-horizontal aus, bald neigen sie sich auf jede Seite des. Körpers, und legen sich mit ihrem Hinterrande an einander. Die Weibchen überziehen die Eier mit einer weissen wollartigen Substanz, welche sie gewöhnlich in Form eines Säckchens am Hinterleibe tragen.
Fig. 3. Die blatttragende Waffen-Cicade. (Membracis foliatus.)
Diess Insect, das unter das Geschlecht der Cicadarien gehört, trägt seine nur dreigliedrigen Fühlhörner auf der Stirn oder zwischen den Augen; es hat zusammengedrückte Unterschenkel mit gezähnten Kanten. Die hier abgebildete Gattung ist braun, das Bruststück ist mit. einer weissen Binde und einem Bogen gezeichnet, ragt über den Kopf hervor und endigt sich in eine Spitze. Es hat eiförmige Flügeldecken, die länger als die Flügel sind. Sein Vaterland ist Cayenne, Surinam und andere heisse Länder. Es ist hier vergrössert abgebildet. Die natürliche Grösse ist durch den Strich zur Seite angedeutet.
Fig. 4. Die blutfleckige Schaum-Cicade. (Cercopis sanguinolentus.)
Diese Gattung ist ganz schwarz, und hat auf beiden Flügeldecken zwei rothe Flecken und einen Bogen von derselben Farbe. Sie wird in den Wäldern. Europens gefunden. Sie ist auch vergrössert abgebildet und eigentlich nur so lang, wie der nebenstehende Strich.
Fig. 5. Die gehörnte Waffen-Cicade. (Membracis s. Centrotus cornutus.)
Die Centroten, oder die gehörnten Cicaden, zeichnen sich durch eine, auf beiden Seiten befindliche, stachliche Ausdehnung des Bruststücks aus. Bei der hier abgebildeten Art sind die Verlängerungen rückwärts gerichtet; sie lebt in Europa auf Weiden und Disteln. Die natürliche Grösse ergiebt sich aus dem daneben stehenden Striche.
Fig. 6. Die wolltragende Lystra. (Lystra lanata.)
Diess Insect hat seinen Namen von einem wollartigen Gespinste, welches das Weibchen am Ende des Hinterleibes trägt, und das wahrscheinlich zur Bedeckung seiner Eier dient. Es hat an den Seiten der Stirn rothe Flecken, und schwärzliche, blau gesprengte Flügeldecken. Es lebt auf den Antillen, in Cayenne u. a. Ländern.
Fig. 7. Der durchsichtige Delphax. (Delphax pellucidus.)
Die Fühlhörner dieses, der Familie der Cicadarien verwandten, Insects sind in eine Vertiefung unter den Augen eingewachsen. Es hat ganz durchsichtige Flügeldecken. Das Insect ist, wie der nebenstehende Strich zeigt, sehr klein und findet sich vorzüglich auf Pflanzen.
Fig. 8 Die lange Schwanzwanze. (Ranatra s. Nepa linearis.)
Diese Insecten halten sich gewöhnlich auf dem Grunde des Wassers auf, fliegen aber, besonders Abends, recht gut. Sie nähren sich von kleineren Insecten, die sie mit den Vorderfüssen ergreifen. Die hier abgebildete Gattung, hat einen gelblich braunen Körper, ist sehr gefrässig und taucht, wenn man sie fangen will, schnell in's Wasser. Die Larven schlupfen im Frühjahr aus. Man findet sie ziemlich in ganz Europa.
Fig. 9. Die graue Fangwanze. (Nepa cinerea.)
Die hier abgebildete Gattung von Fangwanzen zeigt einen grauen eiförmigen Körper und ein höckeriges Bruststück. Sie ist durch ganz Europa verbreitet. Nepen von ausserordentlicher Grösse finden sich in den heissen Zonen, und eine ist bereits Bilderbuch Band VII. No. 15. abgebildet.
Fig. 10. Der wanzenartige Rückenschwimmer. (Nepa cimicoides.)
Diese Insecten schwimmen, vermittelst ihrer Hinterfüsse, mit grosser Schnelligkeit. Des Abends verlassen sie, um ihre Eier zu legen oder herumzufliegen, das Wasser. - Diese Art hat eine grünlich gelbe glänzende Farbe; schwärzliche Augen; einen dunkelgrünlich braunen Schild, eben solche Flügeldecken und einen stark gezähnten und behaarten Hinterleib. Sie leben in Sümpfen, beinah in ganz Europa.


Metadaten

ID Tafel: b0050352berl
Tafelüberschrift: Insecten. LXXXV. Insectes. LXXXV.
Sprache: ger, fre
Heft: 173
http://www.bbf.dipf.de/cgi-opac/bil.pl?t direct=x&f IDN=b0050352berl
TafelgehörtzuExemplar: Bertuch-Bilderbuch für Kinder enthaltend eine angenehme Sammlung von Thieren, Pflanzen, Blumen, Früchten, Mineralien, Trachten 1816 9/q0000342berl
Abmessung: koloriert
weitere Abbildungsversionen: Ad99998 09 065a